Freitag, 19. Februar 2016

"Panthersommernächte" von Bettina Belitz

Loewe-Verlag
294 Seiten auf meinem Tolino
ISBN 9783732004751
Loewe-Verlag
Preis: 12,99€ Ebook
Preis: 17,95€ Printausgabe
Ebook
erschienen 02/ 2016


So hatte Nina sich das eigentlich nicht vorgestellt. Es war doch eben noch alles in Ordnung und jetzt ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Wegen dieses blöden Artikels in ihrer Schülerzeitung hat man sie als Teamleiterin und Chefredakteurin abgesägt, ihr Sponsor Schröter, der sich um ihr Training als Eiskunstläuferin kümmert, droht mit Wegfall seiner Werbeanzeigen. Und zu allem Überfluss wurde nun in ihrem kleinen Heimatörtchen Bornhausen auch noch ein Panther gesichtet, der alle Bewohner in Angst und Schrecken versetzt bis auf Nina, die irgendwie einen besonderen Draht zu diesem geheimnisvollen Raubtier entwickelt.
Als jedoch die Jäger des Ortes auf Pantherjagd gehen wollen, kann die 14-jährige nicht einfach tatenlos zusehen, wie ihr "Spirit", so nennt sie ihn, abgeknallt werden soll.

Meine Meinung

Schon das Cover finde ich sehr ansprechend, nichts mit Vampiren oder Werwölfen und doch mystisch.
Die Geschichte handelt in Deutschland in einem kleinen Ort namens Bornhausen. Vielleicht meint die Autorin damit tatsächlich einen Ort am südlichen Harzrand, in der Nähe von Seesen. Zumindest gibt es dort viel Wald, damit dieser Panther sich dort verbergen könnte.
Genau um diesen Panther geht es. Er und die 14-jährige Nina sind auf eine besondere Art miteinander verbunden. Sie kommunizieren miteinander, sind miteinander vertraut. Doch diese Vertrautheit ist gefährlich, denn Nina will ihn beschützen, nicht nur vor den Jägern, auch ihre Eltern würden das nie verstehen, und das bereitet Nina große Probleme. Klar, erkläre mal deinen Eltern, was ein Panther in oder unter deinem Bett zu suchen hat.
Während dieser Beziehung hatte ich das Gefühl, dass Nina über sich selbst hinauswächst. Ist sie zu Beginn des Buches zwar ehrgeizig, aber klein und insich gekehrt, kommt sie im Verlauf der Geschichte aus sich heraus. Rein optisch stellte ich mir Nina anfangs blass und farblos vor, mehr so die Streberin, als Chefredakteurin ihrer Schülerzeitung, Schulsprecherin, die sich die Sorgen der anderen anhört und mit den Lehrern vermittelt, zuhause die brave Tochter und beim Training nur auf sich konzentriert. Eigentlich fehlen nur noch das Kostüm und die Pumps.
Aber je weiter ich im Buch las, umso offener und lockerer wurde Nina. Sie ist nicht länger das Mauerblümchen und stellt sich einigen Herausforderungen, die nicht nur mit dem Panther zu tun haben.
Bis jetzt hatte sie auch mit Jungs nicht sonderlich viel am Hut, sie schwärmt zwar für Cedric, aber der hat eine Freundin. Doch im Verlauf, mehr aus einer Notlüge heraus, gibt es Anbahnungen zu einem Jungen, der ihr eigentlich nie in den Sinn gekommen wäre. So wie Nina ein Geheimnis hütet, hat auch dieser junge Mann etwas zu verbergen, das die beiden mehr und mehr verbindet.
So mag ich ein Jugendbuch, Liebe, Geheimnisse, ein wenig mystisch und fantasievoll.
Selbst ich als fast 50-jährige konnte mich kaum von diesem Buch lösen und ich habe bis spät in die Nacht gelesen und mich fast wieder selbst als 14-jährige gefühlt und mitgefiebert. Es ist so ein Buch, das zumindest mich die Zeit vergessen ließ.
Der Schreibstil ist unkompliziert und flüssig zu lesen, für Jugendliche auf jeden Fall geeignet.

Unterm Strich

Nicht nur optisch ein Vergnügen, die Geschichte um Nina und Spirit hat mich gefesselt und begeistert.

Die Autorin
Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren.
Quelle: Loewe Autorenseite

Vielen Dank an den Loewe-Verlag für dieses Leseexemplar.

1 Kommentar:

  1. Ingrid, Bastelmaus ile20. Februar 2016 um 10:59

    Schade, dass unser kleines und so liebes Nachbarmädchen erst knapp 11 Jahre alt ist. Sie heißt nämlich auch NINA und mag Tiere, hat einen Hund und bekommt seit kurzem Reitunterricht.
    Ich weiss allerdings nicht, ob sie überhaupt liest...
    Ein schönes WE hoffentlich ohne Dienst und genügend Zeit zum Ausruhen, Lesen usw.
    INGRID

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