Mittwoch, 19. August 2015

Urlaub vorbei

Ja Ihr Lieben,

ruckizucki sind meine Urlaubstage schon wieder vorbei. Und so wie es aussieht, meine Leseflaute wohl auch... ich fresse mich gerade förmlich durch diverse Bücher. Was diese und letzte Woche hier so angekommen ist, könnt Ihr auf dem Foto sehen.


"Auf und davon" ist ein Jugendbuch über ein junges Mädchen, das quer durch die USA mit Bus und Auto fährt, um ihre kranke Mutter zu besuchen. Ziemlich schräg, aber glaubt mir, den Zustand solcher pubertierenden Mädels kenne ich, meine ist ja auch erst 15... puuhh, ich sage Euch...

Der Thriller "Der Wolf" ist hier im Rahmen der Sommerwichtelaktion bei WasliestDu angekommen, der Klappentext hört sich sehr spannend an.

"Wer zählt die Sterne" habe ich von Kathrin von Phantasiénreisen als "Trostpreis" bei ihrer Verlosung gewonnen, die 156 Seiten habe ich schon verschlungen, aber als Trostpreis sehe ich das Buch keineswegs, eher ein Gewinn.

Bei Vorablesen habe ich Glück gehabt bei "Lichtblaue Sommernächte" von Emily Bold. Eine junge Mutter erkrankt an einem Gehirntumor und lässt ihr Leben Revue passieren... Taschentuchalarm!

Und zu guter Letzt gab es bei BloggdeinBuch noch "Sommerzauber wider Willen", da der Verlag irgendwie die Adressen durcheinander gebracht hat, denn eigentlich hatte ich mich für "Wolfgang muss weg" beworben. Das kommt dann noch dazu, und den Sommerzauber darf ich auch behalten.

Alles in allem schöne Bücher, die Sommernächte fesseln mich gerade sehr und zwischendurch gibt es skurrile Erlebnisse mit Mim, die sich auf und davon macht.

Bei der Wichtelaktion gab es übrigens mal wieder ein paar Lesezeichen und auch im Sternebuch hat Kathrin mir 2 kleine LZ dazu gelegt.

Ihr merkt schon, von Sub-Abbau diesen Monat kann keine Rede sein.

Ich wünsche Euch noch eine schöne Woche. Eigentlich muss ich dringend Rezis schreiben, aber das Lesen flutsch gerade so gut... also bei dann.
Eure Petra

Donnerstag, 13. August 2015

"Tod im Lokschuppen" von Micha Krämer

Niemeyer- Buch
284 Seiten
ISBN 9783827195227
Niemeyer-Buch
Preis: 9,95€
Taschenbuch
erschienen 2010


Betzdorf, ein kleines Städtchen am Westerwald, idyllisch, ruhig und beschaulich. Genau hierher ist Nina Moretti zurück gekehrt, in ihre Heimatstadt. Als Kommissarin war ihr Köln einfach zu stressig und hier wird es sicherlich viel ruhiger zugegen.
Aber weit gefehlt, denn gleich an ihrem 1. Arbeitstag wird eine kopflose Leiche im alten Lokschuppen gefunden und nach einem Blick in dessen Brieftasche stellt Nina fest, dass es sich wohl um den Vater ihrer ehemals besten Freundin Lara handelt. Und schon am nächsten Tag wird das Ganze noch mysteriöser, denn nun liegt der Pfarrer tot in seiner Kirche.
So hatte sich Nina ihre ersten Arbeitstage nun wirklich nicht vorgestellt.


Meine Meinung

Zugegeben, ohne eine Lesung zu diesem Buch wäre ich wohl nicht so schnell auf Nina Moretti gestoßen. So aber habe ich eine für mich neue Krimireihe entdeckt, die mit diesem 1. Fall den Auftakt gibt.
Schon während der Lesung lief mein Kopfkino schnell auf Hochtouren, denn der Autor schreibt sehr lebendig und mit bissigem Witz. Das gefällt mir immer gut, lässt es so doch keine Langeweile aufkommen.
Micha Krämer schreibt unkompliziert und ganz frei Schnauze. Es macht Spaß, dem Geschehen zu folgen und ganz nach regionalem Einschlag gibt es natürlich auch etliche Passagen mit Dialekt. Dieser Krimi strotzt nicht unbedingt vor Spannung, wilde Verfolgungsjagden darf der Leser hier nicht erwarten. Es ist mehr das Wie und Wer und der kollegiale Umgang miteinander, um gemeinsam ans Ziel zu gelangen.
Besonders dieses Team mit Nina als relativ junge Beamtin und dem kurz vor dem Ruhestand stehenden Hans Peter Thiel. Sie, die temperamentvolle Halbitalienerin, er der ruhige besonnene Witwer - die beiden ergänzen sich perfekt und die kleinen bissigen Spitzen untereinander lockern das Ganze auf.
Und auch das Drumherum wie Familie, Liebe, Verlust und Trauer, ist gut verpackt und integriert ohne nervig und störend zu wirken. Es passt einfach alles gut zusammen.

Unterm Strich

Ein gelungener Auftakt zu einer Krimireihe um Nina Moretti, die Spannung und Witz gleichermaßen miteinander verbindet.
Dafür 5 Sternthaler und die Gewissheit, die Reihe weiter zu lesen.

Der Autor
Micha Krämer wurde 1970 in Kausen, einem kleinen 700 Seelen Dorf im nördlichen Westerwald, geboren. Dort lebt er noch heute mit seiner Frau, zwei mittlerweile erwachsenen Söhnen und seinem Hund. Der regionale Erfolg der beiden Jugendbücher, die er 2009 eigentlich nur für seine eigenen Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt, musste nun ein richtiges Buch her. Im Juni 2010 erschien „KELTENRING“, sein erster Roman für Erwachsene, und zum Ende desselben Jahres folgte sein erster Kriminalroman „Tod im Lokschuppen“, der die Geschichte der jungen Kommissarin Nina Moretti erzählt. Was als eine einmalige Geschichte für das Betzdorfer Krimifestival begann, hat es weit über die Region hinaus zum Kultstatus gebracht. Inzwischen findet man die im Westerwald angesiedelten Kriminalromane in fast jeder Buchhandlung im deutschsprachigen Raum.  
Neben seiner Familie, dem Beruf und dem Schreiben gehört die Musik zu einer seiner großen Leidenschaften.   

Hier gelangen Sie zur Internetseite von Micha Krämer:

www.micha-kraemer.de
Quelle: Niemeyer- BuchAutorenseite

Mittwoch, 5. August 2015

"Die seltsame Reise mit meinem Bruder" von Renée Karthee

Ullsteinverlag
304 Seiten
ISBN 9783548285177
Ullstein-Verlag
Preis: 9,99€
Taschenbuch
erschienen 07/ 2015


Natürlich hat Nelly geahnt, dass es irgendwann passieren wird, aber warum ausgerechnet jetzt? Gerade jetzt, wo sie mit ihrem Foodtruck in Hamburg auf reichlich Konkurrenz prallt. Da muss man am Ball bleiben oder man geht unter. Und Geduld ist eh nicht ihre Stärke. Nicht in ihrem Job, nicht mit ihrem Mitarbeiter Ashok und schon garnicht mit ihrem autistischen großen Bruder Nils. Aber genau um Nils wird sie sich nun kümmern müssen, denn ihre Mutter ist gestürzt und fällt erst einmal für längere Zeit aus. Er hat so seine eigenen Regeln und die zu brechen, lässt er nicht zu. Also eine Aufgabe für Nelly, die sie so schnell und kurz wie möglich abhandeln will. Klar, dass das so nichts wird.

Meine Meinung

Die Autorin scheint komplizierte Lebenssituationen zu mögen, denn schon in einem anderen Buch, dass ich von ihr gelesen habe, ging nichts einfach mal so zu regeln.
Mit Nelly hat sie eine Person geschaffen, die weiß, was sie will. So zum Beispiel auf keinen Fall heiraten. Und auch keine Kinder. Viel lieber möchte sie neue Rezepte kreieren, um mit ihrem Foodtruck Hamburg zu erobern. Zu Beginn mochte ich Nelly überhaupt nicht, sie war mir zu unflexibel und irgendwie arrogant.
Besonders ihrem Mitarbeiter Ashok gegenüber, der Inder, der sie täglich mit allen möglichen Weisheiten versorgt, und gerne seine eigenen Ideen für Sandwiches und Salate einbringen würde.

Aber Nellys Verhalten ändert sich, als sie über längere Zeit mit ihrem Bruder zusammen ist. Mit seinem Autismus umzugehen fällt Nelly zunächst sehr schwer, aber sie lernt, Kompromisse einzugehen, und man merkt beim Lesen, dass es ihr nach und nach leichter fällt.
Leider geht das Buch irgendwann über in eine Liebesgeschichte, in der Nils nach und nach in den Hintergrund rutscht. Er taucht zwar immer mal wieder auf und gerät natürlich nie ganz in Vergessenheit, aber ich hätte lieber noch mehr über ihn erfahren. Sein Verhalten ändert sich nicht, er hat seinen ganz eigenen Tagesablauf, von dem es ihm kaum möglich ist, abzuweichen.
Bei Nelly ist das anders. Der sehr nahe Umgang mit ihrem Bruder öffnet ihr die Augen und sie steigt damit in meiner Sympathiekurve auf. Die Erkenntnis, dass Familie wichtig ist, egal wie es um sie steht, lässt sie letztendlich lockerer werden und es gibt einige lustige Situationen, die sie jetzt akzeptiert, wo sie vor nicht allzu langer Zeit noch im Boden versunken wäre.

Unterm Strich

Es geht zwar irgendwann nicht mehr in erster Linie um die gemeinsame Reise nach England, sondern um die Liebe, aber trotzdem ist es lesenswert und eine entspannte Lektüre mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dafür vergebe ich 4 Sternthaler.
Die Autorin
Renée Karthee war viele Jahre Redakteurin beim STERN und ist heute Autorin zahlreicher Kinderbücher und erfolgreiche Drehbuchautorin. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Hamburg.
Quelle: Ullstein Autorenseite

Vielen Dank an Vorablesen und den Ullsteinverlag für dieses Leseexemplar.

Sonntag, 2. August 2015

Mein SuB...

... genau, schrumpft nicht wirklich. Ich glaube, ich muss mal mit dem groben Besen durch
meine Regale fegen, so geht das nicht weiter.

Klar habe ich im Juli gelesen, noch nicht so, wie gewöhnlich, aber es wird.
  • Die seltsame Reise mit meinem Bruder von Reneè Karthee, 304 Seiten
  • Flamingostar von Erik Brandt-Höge, 252 Seiten
  • Draussen im Moor von Sandra Greaves, 320 Seiten
  • Tod im Lokschuppen von Micha Krämer, bis jetzt 189 Seiten
Naja, schon mal besser als nichts, würde ich sagen, denn es sind insgesamt 1065 Seiten. Mein Liebling für den Juli? Reneè Karthee's Reise, nicht so wie erwartet, aber trotzdem gut.

Und bei Euch, Leseflaute oder Bücherfresserchen?

So, ich geh jetzt draussen frühstücken... auf der Hollywoodschaukel  :o)  und lesen

Liebe Sonntagsgrüße, Eure Petra

Samstag, 1. August 2015

Gesammelte Schätze und Zitate im Juli

Hallo Ihr Lieben,

mal ehrlich, die Zeit verfliegt, ich bin mir sicher, eben war doch noch Juni...

Meine Leseflaute lässt langsam nach, glaube ich und auch im Juli habe ich ein paar Schätze und Zitate entdecken dürfen, um weiterhin die große Schatzkiste bei Kathrin zu füllen.

The Ozian Year

"Flamingostar" von Erik Brandt-Höge
erschienen 07/ 2015

Seite 22
„ "Ich glaube", sagte er, "dein Vater macht sich Sorgen, weil er nicht weiß, was Musik alles kann. Dass sie vielleicht mehr kann als ein sicherer Job." ”

"Die seltsame Reise mit meinem Bruder" von Reneè Karthee
erschienen 07/ 2015

Seite 183
„Wie sollte man erklären, was man selber nicht verstand? Was das Hirn zwar kapierte, aber nicht das Herz? Oder war es umgekehrt? Ich wusste es nicht.”
Seite 188
„Sie war Krankenschwester auf einer Intensivstation. Sie wusste, wieviel Dunkelheit es gab, und sie war der Typ, der tapfer Kerzen anzündete.”
So, Ihr Lieben, das war es für den Juli, ich hoffe, es gibt auch den einen und anderen Schatz, den Ihr entdecken durftet.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende
Liebe Grüße, Eure Petra
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