Mittwoch, 31. August 2011

Ein bisschen hiervon, ein klein wenig davon...

In die Stadt zu gehen, ist nicht gut. Und mit Geld in der Tasche erst recht nicht. Aber ihr kennt das ja selbst, es ist ein wenig wie Hypnose . . . schlafwandlerisch steuert der Buchsüchtige automatisch den nächsten Bücherhaufen an. . . und schlägt wieder zu.
Diesmal war ich in Hannover bei fairkauf, einem Geschäft für gebrauchte Artikel aller Art. Und vor ein paar Wochen habe ich deren Buchabteilung entdeckt. Gleich vorn rechts stehen die Thriller und Krimis.
Nicht gut für mich, aber gut für den Laden. Und ruckzuck hatte ich 4 Bücher für 9,-€, die nun in meinen Besitz übergegangen sind. Zwei sind echt topp in Schuß, bei den beiden anderen ist der Buchrücken in Falten, aber dann muß ich wenigstens beim Lesen nicht mehr so vorsichtig sein.



Dazu kommt noch ein Buch vom Haymonverlag mit dem Titel "Für immer tot", also hab ich genug zu tun.

Und trotzdem hatte ich das Gefühl, mal wieder etwas mit meinen Händen herstellen zu müssen, und -oh welch Schicksal- lag auf meinem Stadtbummel auch noch ein Bastelgeschäft.Und ich trage seit einiger Zeit einen Bastelgedanken in meinem Oberstübchen durch die Gegend.

Aber schaut selbst, was ich da ausgebrütet habe.




Ja genau, es handelt sich um Lesezeichen. Selbst gefädelt auf farbigem Nylonfaden mit Glasperlen und glitzernden Kleinigkeiten. . . in echt sehen die noch viel besser aus, aber das Licht zum Fotografieren war heute nicht so doll.
Für den Anfang find ich sie schon recht gut gelungen, auf jeden Fall habe ich in der Bahn heute schon neugierige Blicke geerntet.

So ihr lieben, das soll genügen für heute. Morgen gibt es einen Post mit lauter schönen Postkarten vom Sommerkartenwichteln, die versprühen gute Laune. . . auch bei Regen und Kälte.  ;o)

Also dann, liebe Grüße, Eure Petra

Sonntag, 28. August 2011

"Chill mal, Frau Freitag" von Frau Freitag

333 Seiten
ISBN 9783548373997
Ullstein-Verlag
Preis: 9,99€
Taschenbuch

Frau Freitag ist Lehrerin und unterrichtet eine 9. Klasse einer Gesamtschule. Dass das heutzutage nicht unbedingt ein Vergnügen ist,  kann man sich wohl nur zu gut vorstellen. Und so nimmt Frau Freitag uns mit auf ein Jahr Schule mit total chaotischen Schülerinnen und Schülern. Eine Horde voller hibbeliger, großschnäuziger, pubertierender Jugendlicher, die sich super auskennen, wenn es um Schminken oder Fußball geht. Die perfekt die Gossensprache beherrschen, und reich wären, wenn sie für jede Ausrede, warum sie mal wieder zu spät sind, einen Euro bekommen würden. Für diese Schätzchen müsste eigentlich der Duden neu geschrieben werden bei der Rechtschreibung und dem ausgewählten Wortschatz, denn sie zu tage bringen.
Haben Sie eine Ahnung, wie lang so ein Jahr eigentlich ist? Und wieviel Ferien darin vorkommen? Das ist nichts für Frau Freitag, die würde am liebsten jeden Tag des Jahres zur Schule gehen. Ideen hat sie viele, Träume auch. Zum Beispiel dass all ihre Schüler nicht sitzen bleiben. Oder das sie alle einen Schulabschluss schaffen. Oder oder oder . . .

Meine Meinung

Wollen Sie ein Buch lesen, dass den Alltag unserer Schulen hier in Deutschland beschreibt oder doch lieber etwas ernsthaftes? Gut, Alltag in der Schule, das können Sie haben. Frau Freitag beschreibt auf voll korrekte Art, Alter, was geht ab in de' Schule.
Nein, jetzt mal ehrlich: Also wenn es tatsächlich so zur Sache geht, wundere ich mich tatsächlich, warum es überhaupt noch Schulen gibt. Die Jugendlichen sind selten anwesend, und wenn doch, dann auch nicht wirklich. Da wird gequatscht, geschminkt, gestänkert, gemeckert, und ja, aus Versehen auch mal etwas gelernt.
Aber ich kriege graue Haare, wenn ich schon diese 2 - 3- Wort-Sätze höre oder gar lese. "Alter, Stadt?" oder "Frau Freitag, Bleistift?" Auf nette Art versucht Frau Freitag ihr Wissen an die Schüler weiter zu geben. Scheinbar gelingt das nicht immer, sonst würden sie wohl einen Spast nicht für einen Vogel halten, oder wissen, dass Hitler nicht die Mauer gebaut hat.
Auf lockere, teilweise haarsträubend komische Art und Weise geht dieses Schuljahr rum und Frau Freitag mittendrin. Sie muß von sehr kämpferischer Natur sein, Nerven wie Drahtseile, Ohren wie ein Luchs und Augen wie ein Uhu haben. Sie muß für ihren Beruf geboren sein, denn soviel Geduld und Ausdauer, das kann man nicht lernen, das gibt es nur von vornherein im Blut.

Teilweise gingen mir die Sprüche etwas auf "die Kette", wie sie selbst so schön sagt. Manches war aber auch wirklich zum Quietschen komisch. Nicht selten habe ich meiner Tochter daraus vorgelesen, die herzlich in mein Gelächter einstieg. Wunderbar selbstironisch und voller utopischer Traumvorstellungen geschrieben, man wird ja wohl mal träumen dürfen.

Unterm Strich

Ein Buch zum Lachen, aber bitte nicht zum Ernstnehmen, sonst verliere ich womöglich den Respekt gegenüber den Lehrern meiner Tochter. Und noch ein Vorschlag zur Güte: Sollte es dieses Buch jemals als Hörbuch geben, schlage ich Carolin Kebekus vor, denn in meinem inneren Ohr habe ich bei sehr vielen Aussprüchen ihre Stimme gehört . . . ich bin mir ganz sicher.
Und mit einem Grinsen vergebe ich krasse 4 Sternthaler.


Die Autorin
Frau Freitag, geboren 1968, wollte schon immer Lehrerin werden. Seit zehn Jahren unterrichtet sie Englisch und Kunst. Sie ist Klassenlehrerin einer überdrehten, dafür recht leistungsschwachen 9. Klasse und sie lebt in einer deutschen Großstadt.

Freitag, 26. August 2011

Und dann war da noch . .

Annabell mit ihrem noch recht jungen Blog. Die gute ist ganz schön fleißig und hat mir einen hübschen sommerlichen Award verliehen. Dafür recht herzlichen Dank. Ja ich weiß, die Awardschwemme nimmt nicht ab. Aber dieser Award ist nur für Bücherblogs, und diesmal geht es darum, was einem an dem Blog besonders gefällt, dem man diesen Award verleiht.


Die Regeln für diesen Award lauten:

1. Gib diesen Award bitte nur an Bücherblogs weiter!!!
2. Bedank' dich in deinem Post und verlinke den Blog des Award-Verleihers.
3. Schreibe 2 Dinge die dir am Blog, dem du den Award verliehen hast, gefallen.
4. Reiche diesen Award an höchstens 5 Blogs weiter.
5. Verständige sie dass du ihnen einen Award verliehen hast.

Also verleihe ich das gute Stück diesmal an
Literaturmaus, weil sie auch Lesezeichen sammelt und ich ihre Bewertungsmäuse mag.

Und dann noch an Bücherengels Lesereich, weil allein ihr Header schon so schön ist, außerdem hat sie ein Reisetagebuch über ihren London-Urlaub geschrieben, es ist fast, als ob man dabei war.

So und nun einen schönen Start in's Wochenende
Liebe Grüße, Eure Petra

PS: Danke schön an Sarah von Lesen bildet, die ihn mir ebenfalls verliehen hat

Donnerstag, 25. August 2011

Post und Seltsames. . .

Man gut, dass mein Briefträger keine Treppen laufen muß, um meine Post los zuwerden. Diese Woche gab es ein Tauschbuch von Franzi. Passend zum sehr wechselhaften Wetter kam das Regenmädchen hier an, sie hatte aber Glück und ist trocken geblieben.

Das Regenmädchen von Gabi Kreslehner
Eine regennasse Fahrbahn. Einzelne Autos, die vorbeirauschen. Ein grauer Morgen. Als Kommissarin Franza Oberwieser an den Tatort kommt, trifft sie der Anblick der Toten wie ein Schlag.
Ein schönes junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid liegt verrenkt am Straßenrand. Franza beginnt Fragen zu stellen und begegnet nur Menschen, die etwas zu verbergen haben. Dunkle Seiten, Abgründe, Lügen. Die Tote kannte sie alle. Musste sie deshalb sterben?

Und da die verrückte Franzi in einer Buchhandlung arbeitet und den gleich Sammelwahn hat wie ich, gab es als Dreingabe noch ganz viele, tolle Lesezeichen . . . DANKE SCHÖN.


Vom Haymonverlag hatte ich mich aus dem Herbstprogramm für folgendes Buch interessiert, das ebenfalls diese Woche ankam.

Letzte Ausfahrt vor der Grenze von Irene Prugger
Wo Menschen aufeinander treffen, Mann und Frau, kreuzen sich Lebenswege, laufen aneinander vorbei, parallel oder im Kreis. Soll man nun auf Linie bleiben? Tempo drosseln und abfahren? Oder Gas geben und Grenzen überschreiten? In all dem Paarlauf erwischt es manchmal die Unschuldigen, wie Max, den kleinen Max, den seine Volksschullehrerin ins schummrige Naturalienkabinett schickt. Nur weil Frühling ist. Und Robert? Dass Britta ihn erst jetzt wahrnimmt. Und nicht im riesenflockenblumengelben Zimmer ihres Traumhauses, sondern im Darkroom, einem verschwitzten Swingerclub! Eine andere, Sylvia, wird sitzen gelassen, dabei kommt der Verabredete mit der roten Rose doch überpünktlich …

Und heute gab es einen großen Umschlag, der Absender ein mir unbekannter Augenarzt . . . hhmmmm, was ist das wohl?  Ein Irrtum?


Nach dem Öffnen Stirnrunzeln . . . und genaues Hinsehen . . . soll ich nun einen Sehtest machen? . . . oh, da steht noch etwas, ganz klein . . . gerade noch so ohne Brille entziffert . . . http://vorsicht-Fitzek.de/code. Soso der Herr Fitzek macht Werbung für sein Buch "Der Augenjäger", das im September erscheint.

Es ist der Folgeband zum Augensammler. Wie passend, dass ich dazu im Oktober ja auch noch zu seiner Lesung gehe. Mit einem besonderen Code durfte ich nun auf der angebenen Seite ein Wort aus dem Prolog entziffern, damit nach und nach eine Leseprobe des Prologs freigeschaltet werden kann. Und alle, die dort über Facebook "gefällt mir" anklicken, schalten immerhin einzelne Buchstaben frei. Ihr könnt alle mithelfen, indem ihr rechts in meiner Sidebar auf den Link klickt, dann gehts bestimmt schneller mit der Entschlüsselung.

So, für heute ist es genug, ich muß noch etwas lesen. . . aber die Arena ist so schwer unhandlich, für unterwegs hab ich gerade leichte Lektüre dabei, aber die Arena bleibt zuhause, deswegen dauert es diesmal so lange.

Liebe Grüße, Eure Petra

Dienstag, 23. August 2011

"Das verbotene Eden" von Thomas Thiemeyer


460 Seiten
ISBN 9783426283608
Pan-Verlag
Preis: 16,99€
gebundene Ausgabe

Der Leser befindet sich im Jahr 2080. Es gibt keinen Strom, nur noch wenig Treibstoff, um Fahrzeuge und Generatoren zu betreiben. Kurz gesagt, ein Leben wie im Mittelalter.
Die Menschheit hat sich verändert: Durch einen Virus befallen, sind Männer und Frauen untereinander verfeindet. Sie nennen das jeweils andere Geschlecht Hexen oder Teufel. Es gibt kaum Kinder, denn nur zu bestimmten Zeiten treffen sich Männer mit Frauen im sogenannten Schandkreis, um Kinder zu zeugen. Die Mädchen wachsen bei den Frauen auf, die Jungen werden fortgebracht in den Kreis der Verlorenen, um von Mönchen großgezogen zu werden.



Solch ein Mönch  ist David. Er lebt im Kloster und kümmert sich um die Erhaltung der alten Schriften, da er einer der wenigen ist, die lesen können. David ist ein Einzelgänger, er liebt die Ruhe in der Bibliothek, dort fühlt er sich wirklich wohl. Und hier kann er verbotene Bücher lesen, nur heimlich natürlich, denn was er dort liest, ist Sünde. Sein begehrtester Schatz ist Romeo und Julia von Shakespeare. Und was er in diesem Buch liest. läßt ihn viel nachdenken. Es gibt nur noch wenige Mönche, die ihm aus der Zeit berichten können, als Frauen und Männer friedlich miteinander lebten.

Auch Juna kann sich nicht vorstellen, wie es früher gewesen sein muß. Sie ist eine Priesterin der Brigantia, unterwegs zu Pferd für die Hohepriesterin Arkana, um in den Dörfern nach dem Rechten zu schauen. Denn in letzter Zeit haben die Teufel es mit ihren sogenannten Landernten nicht mehr so genau genommen, sie halten sich nicht an die Absprachen und es gleicht mehr und mehr Raubzügen, wenn sie im Auftrag ihres Inquisators Marcus Capistranus unterwegs sind.

Während eines Überfalls lernen sich David und Juna kennen, er als ihr Gefangener, sie als seine Wächterin.

meine Meinung
Als Auftakt einer Trilogie hat es mir gut gefallen. Die Idee Thiemeyers ist meiner Meinung nach mal etwas anderes, aber trotzdem auch nicht. Menschen bekriegen sich untereinander, das ist nun wirklich nicht neu. Und wie es insgesamt zu dieser verfahrenen Situation gekommen ist, erfährt der Leser leider auch nicht, bis auf die Tatsache, dass das Ganze durch eine Grippeimpfung ausgelöst wurde, die als Nebenwirkung die Mutation von Viren bewirkt, und die Abneigung gegen das andere Geschlecht hervorruft. Was danach zunächst geschah, wird nicht berichtet.
So muß man sich der Tatsache einfach hingeben, dass das Leben dem des Mittelalters doch sehr nahekommt. Die Städte verfallen, die Natur regiert, wo sie nur kann, und erobert sich ihr Land zurück.
Interessant dabei ist zu lesen, dass die Männer versuchen, sich weiterhin an alte Techniken zu klammern. Sie bewachen die wenigen Energievorräte, die es noch gibt. Sie fahren Auto oder Motorräder, wenn auch nur wenige, sie schiessen mit Pistolen und Gewehren. Die Frauen dagegen haben sich den Umständen angepasst, sie reiten zu Pferde, jagen und kämpfen wieder mit Pfeil und Bogen.
Die Protagonisten sind lebhaft dargestellt, Juna erscheint anfänglich etwas arrogant, David dagegen ist auf Anhieb sympathisch. Natürlich muß es hier auch ein schwarzes Schaf geben, und der Inquisator macht seine Rolle wirklich gut, er erscheint jederzeit als der "Böse" und versucht auch nicht, diesen Status zu verändern.

Einige Zeit habe ich überlegt, in welchem Teil unserer Erde diese Geschichte wohl spielen mag, es wird immer wieder von einer schwarzen Kathedrale berichtet, und ich hatte schon einen Verdacht, der sich nach einem Hinweis auf eine der Kirchenglocken auch bestätigte. Es spielt in Deutschland, um Köln herum.

Unterm Strich

Insgesamt ein gelungener Auftakt, an Band 2 wird hoffentlich schon gearbeitet. Der Schreibstil gefällt mir, das Buch ließ sich flüssig lesen. Lediglich der Einteilung, was das Lesealter betrifft, kann ich mich nicht anschließen. Es ist ab 12 Jahre, aber ich glaube, meiner Tochter würde ich es noch nicht empfehlen. Dafür sind einige Handlungen doch ein wenig zu heftig dargestellt. Dafür vergebe ich 5 Sternthaler.


Der Autor
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern – zuletzt "Korona" –, entdeckte er mit den "Chroniken der Weltensucher" höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit "Das verbotene Eden – David und Juna" beginnt ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Mehr Informationen zum Autor unter www.thiemeyer.de 
Quelle: Pan-Verlag

Ich bedanke mich herzlich beim Pan-Verlag und bei Patricia Kessler, die mir dieses Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Samstag, 20. August 2011

Ein Lied zwo drei vier . . .

Neulich, bei vorablesen, gab's da dieses Sommerfeeling Gewinnspiel Frage Nr. 8. Das Team wollte so gerne mal wieder ein Liedchen haben, bestückt mit den Worten: vorablesen, Liegestuhl und Baggersee. Ich bilde mir ja ein, einigermassen dichten zu können und so hab ich mich gleich mal ans Werk gemacht. Und passend zur Melodie von "In the summertime" von Mungo Jerry kam dann folgendes dabei heraus:

In' nem Liegestuhl
an' nem Baggersee
oder doch im Pool
alles ist ok
vorablesen bereitet dir einfach 'ne tolle Sommerzeit.
Mach dich fertig, die Stapel Bücher liegen schon bereit.
Ein paar Tage später kam dann die Mail, dass unter anderem auch ich gewonnen hab mit meinem gedichteten Liedchen. Und heute kam Post. Ich hab mich ja erst geärgert, weil der Paketmann um 7:34 Uhr Sturm klingelte . . . aarggghhhh . . . Aber das erhaltene Paket hat das Ganze wieder wett gemacht. Und nun sind bei mir also folgende Bücher eingezogen

Chill mal, Frau Freitag von Frau Freitag
»Hitler hat die Mauer gebaut«, glauben Abdul und Ronnie. Esra stylt sich im Disco-Islam: rosa oder türkis mit Glitzer und natürlich Kopftuch. Und Samira, die Klassenqueen, kann sich keine Sekunde von ihrem Handy trennen und hält hyperaktive Siebtklässler in Schach.
An Frau Freitags Schule geht es immer voll ab. Ihr Alltag als Lehrerin ist absurd-komische Realsatire – verrückt, anrührend und vor allem sehr lustig. Aber Frau Freitag findet: Ich habe den schönsten Beruf der Welt.


Risotto mit Otto von Angela Troni
Die italienische Studentin Angela verlässt für ein Jahr den Schoß ihrer grande famiglia und landet mitten in einer Münchner Studenten-WG – mit Putzplan, Spontanpartys, reichlich Augustiner Edelstoff und versifftem Etagenklo. Angelas fröhliches, unbedarftes, südländisches Temperament wird in der Fremde auf eine harte Probe gestellt. Als sie sich dann auch noch in den falschen Mann verliebt, steht kurz darauf Mamma Raffaella vor der Tür – und damit ist das Chaos perfekt!

Linksaufsteher von Matthias Sachau
Schon wieder Montag! Oliver hat richtig schlechte Laune. Als er von Lena angerempelt wird, fetzt es mächtig. Dass er sich dabei auch Hals über Kopf verliebt hat, merkt er erst, als es zu spät ist.
Aber Oliver kämpft. Und das nicht alleine: Sein Freund Anton berät ihn in Liebesdingen. Der ist erst 7 Jahre alt – und bringt Oliver auf die irrwitzigsten Ideen. Wenn er sich nur montags besser unter Kontrolle hätte ...

Also, das Paket sorgt garantiert für gute Laune und vielleicht auch noch etwas Sommerfeeling. Ich kenn zwar den Linksaufsteher ja schon, aber was ich mit dem mache, fällt mir auch noch ein.

Ganz liebe Grüße, Eure Petra

Freitag, 19. August 2011

"Gottes leere Hand" von Marianne Efinger

388 Seiten
ISBN 9783937357409
Bookspot-Verlag
Preis: 19,80€
gebundene Ausgabe

Krankenhaus; damit verbinden die meisten Menschen nichts Gutes. Sie gehen meist nicht gern in ein Krankenhaus, weder als Patient, noch als Besucher. Aber manchmal läßt es sich nicht vermeiden. Manuel Jäger war schon oft im Krankenhaus, zu oft. Und auch nun scheint es unvermeidbar, denn er hatte einen akuten Anfall von Sauerstoffmangel. Manuel weiß, wie es im Krankenhaus zugeht, denn er hat sogenannte Glasknochen, Knochen, die viel zu schnell brechen können. Er weiß schon garnicht mehr, wie oft er wegen eines Knochenbruches operiert werden musste. Und nun muß er ins Marienhospital, weil er seinem besten Freund Lothar versprochen hat, sich vorsichtshalber doch untersuchen zu lassen. Und bis Weihnachten ist er bestimmt wieder zuhause.
Aber sein Aufenthalt steht unter keinem guten Stern, stundenlang steht er im Röntgen, sein Rollstuhl ist ungebremst, und Manuel könnte sich bei dem Versuch, die Bremse anzuziehen, schon das Handgelenk brechen. Auf der Station herrscht Hetik, schlechte Stimmung, das Pflegepersonal ist chronisch überarbeitet, und sein Mitpatient provoziert ihn ständig. Die Ärztin ist oberflächlich, immer nur schnell schnell, der Arzt im Praktikum noch viel zu unsicher. Schwester Dagmar ist mächtig erkältet, und kommt trotzdem zum Dienst, Schwester Marion und Jutta zicken sich nur an, die Schülerinnen kommen zu kurz, Anordnungen werden wegen schlechter Erklärungen nur mangelhaft oder verkehrt ausgeführt. Und mittendrin immer wieder Manuel, dem es jeden Tag schlechter statt besser geht.

Meine Meinung
Ich hatte mich nach einer Leseprobe sehr für das Buch interessiert, da ich ja selbst als Krankenschwester tätig bin. Viele der geschilderten Situationen sind mir also nicht unbekannt. Aber so rechte Lesefreude wollte nicht aufkommen. Die Geschichte von Manuel Jäger ist sehr interessant, darum habe ich weiter gelesen. Aber der Schreibstil von Frau Efinger sagt mir überhaut nicht zu. Ihre Erzählweise ist mir einfach zu nüchtern, zu sachlich. Sie hat sich bemüht, viele fachliche Begrifflichkeiten zu erklären, und es wird auch viel über Kosten und Qualität diskutiert. Nur fand ich diese Passagen einfach zu lang, zu ausführlich, und schlichtweg uninteressant. Wobei sie nebenbei gesagt keineswegs übertrieben hat mit ihrer Darstellung.
Mir fehlte einfach die Herzlichkeit, die dieser Beruf trotz aller Probleme mit sich bringt. Ihr Stil hat mich nicht berührt, ich finde es lieblos und kühl. Natürlich geht es um kranke Menschen, aber auch die sind nicht ohne Emotionen, und es sind viele ernste Situationen beschrieben, das ist wirklich nicht zum Lachen, ganz im Gegenteil. Die Autorin war selbst Krankenschwester, und wenn sie wirklich ihre Erfahrungen in diesem Roman verarbeitet hat, tut es mir leid für sie, dass sich ihr vieles so dargestellt hat, wie es in diesem Buch zu lesen war.

Unterm Strich

Eine Geschichte, die vielleicht das Leben schrieb, aber für mich sehr unlebendig erscheint. Ich hätte lieber mehr über Manuel Jäger erfahren, als über die Kostendeckelung und die Qualitätssicherung im Krankenhaus. Darum nur 3 Sternthaler von mir.



Die Autorin
Marianne Efinger wurde 1958 im süddeutschen Raum geboren. Nach einigen Semestern Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Philosophie an der Universität Stuttgart war sie zunächst in der Marketingabteilung eines philosophischen Verlags tätig, dann im Landesverband einer Umweltschutzorganisation. Nach einem Unfall machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Die in diesem Beruf gemachten Erfahrungen wurden in „Gottes leere Hand“ literarisch verarbeitet. Seit 2003 lebt Marianne Efinger mit ihrem Mann in der Bretagne.
Quelle: vorablesen.de

Donnerstag, 18. August 2011

Post von Moon und Annabell

Ich gestehe: ich habs nicht vergessen, es ist nur etwas nach hinten gerutscht in meinem Brausekopf. Da hat doch Moon neulich einen Award vergeben, und nun endlich möchte ich dem ja mal gerecht werden.



Regeln:
1. Bedanke dich in einem Post mit Blogverlinkungen
2. Schreibe 7 Dinge über dich selbst
3. Verleihe den Award an 15 weitere Blogs
4. Informiere sie darüber


Vielen Dank meine liebe Moon, da ist er nun also. Bitte, bitte sei mir nicht böse, wenn ich mich nicht in allen Punkten an die Regeln halte, nur wegen der zeitweisen Schwemme an Awards weiß ich irgendwann nicht, was ich noch über mich schreiben soll. Ich gebe ihn gerne großzügig weiter, also greift zu.


Und dann war da noch Annabell, die mir ebenfalls einen Award verliehen hat. danke schön, das freut mich sehr.




So schaut es aus, das gute Stück. Die Regeln sind original die gleichen wie beim oberen angegeben. Ich hoffe, Annabell, dass auch du mir nicht böse bist, wenn ich mich nicht an die Regeln halte.

Trotzdem danke ich Euch beiden ganz herzlich.
Liebe Grüße, Eure Petra

Mittwoch, 17. August 2011

Von Postkarten und Eintrittskarten . . .

Auch diesmal habe ich wieder bei Pauls Postkartenaktion mitgemacht. Diesmal ging es um's  Sommerkartenwichteln. Mit insgesamt 8 Karten sind Töchterchen und ich an den Start gegangen, ich sechs, sie zwei. Nun hoffe ich mal, dass auch alle angekommen sind, so hier und da habe ich schon etwas gelesen. Bis jetzt sind immerhin schon 4 Karten hier angekommen, allerdings ist noch keine für Nina dabei, was ihre Freude nun ein wenig getrübt hat . . . aber wir hoffen noch. Auch bei mir stehen immernoch zwei Karten aus, wir sind also gespannt. Aber hier nun die Karten, die bis jetzt von den fleißigen Schreiberleins geschickt wurden.


Da gibt es einmal ein paar Sonnenstrahlen von Svü, sandige Grüße von Sandra von Baltrum, freudige Grüße von Marianne, die sich auf ihre drei Enkelinnen freut, und eine Karte, bei der ich erst absolut keine Ahnung hatte, von wem sie ist. Da ich bei Postcrossing dabei bin, hatte ich diese Karte von dort vermutet, aber nix da. Immerhin ist sie aus Arlington USA, einem Vorort von Chicago, also nicht gerade um die Ecke. Aber dann entdeckte ich den Namen auf Paulas Liste, und schon war das Rätsel gelöst. Es ist eine Karte von Magdalena, die dort lebt. Sie hat mir noch ein Karte mit toller Aussicht dazu gelegt, denn von Chicago hat sie keine schicken können. Einen Link zu ihr gibt es nicht, da sie kein Blog hat.

Ich danke euch für die schönen Karten und die lieben Sommergrüße.
Und nun hoffen wir, dass die restlichen 4 Karten ihren Weg zu uns auch noch finden werden. Bis zum 30. August haben sie ja noch Zeit.

Am Sonntag hatte ich euch ja berichtet, dass die Sommerpause für Veranstaltungen in meiner Buchhandlung hier in Hannover ab September vorbei ist. In ihrem Programm für Oktober, dass ich auch schon in Händen hielt, entdeckte ich in der Tat einen Termin, der mich neugierig gemacht hat. Also bin ich am Montag nach einem rasenden Frühdienst schnell in die Stadt gefahren, um sie zu holen. . . meine Eintrittskarte für eine Lesung mit Sebastian Fitzek am 26.10. im Pavillon am RaschPlatz.



Ich bin sehr gespannt, denn sein Buch "Der Augensammler" hat mich leider so garnicht angesprochen. Nun bin ich natürlich neugierig, ob mir "Der Augenjäger" besser gefällt. Vielleicht lese ich vorher noch "Die Therapie" oder "Das Kind" von ihm, die schmoren beide noch auf meinem SuB. Und evtl. kann er mich ja doch überzeugen. Ihr wisst ja, man sollte niemals nie sagen. . .

Ich werde Euch auf jeden Fall berichten. Was toll ist dabei, ist die Tatsache, dass ich Aenna vom Bücherspleen dann kennen lernen werde, das freut mich schon sehr.
Aber bis dahin dauert es ja noch über 2 Monate. Es ist dann übrigens meine erste Lesung, mal schauen, wie sie gefällt.

ich wünsche Euch noch eine schöne Restwoche,
liebe Grüße, Eure Petra

Montag, 15. August 2011

"Alice im Netz" von Antje Szillat

144 Seiten
ISBN 9783935265485
Edition Zweihorn
Preis: 6,95€
Taschenbuch

Alice ist 16, und Schülerin an einem Gymnasium. Sie hat einen kleinen Bruder, lebt in einer intakten Familie. Wie viele junge Mädchen in diesem Alter ist sie mit dem Internet aufgewachsen, für immer verewigt im großen www. Sie betreibt sogar ein Schülerblog, in dem sie unter dem Pseudonym "rasende Rita" über ihr Leben und ihre Schulzeit berichtet. Klar, dass dabei auch mal Lehrer und Mitschüler ihr Fett abbekommen. Sie hat zwar ihren realen Namen nicht bekannt gegeben, trotzdem wissen viele, wer diesen Blog betreibt. Das ist für Alice kein Problem, sie macht sich keine sonderlichen Gedanken, dass sie anderen damit vielleicht indirekt weh tut. Als sie jedoch eines Tages eine Mail von einem ihr unbekannten Jared in ihrem Postfach hat, beginnt sie, sich Gedanken zu machen. Er kennt sie, weiß über sie gut Bescheid, kennt ihre Hobbies, schaut sich ihre Bilder und Videos an. . . und weiß sogar, wo sie wohnt. Nur hat Alice keine Ahnung, wer er ist. Und als er ihr ein von ihm aufgenommenes Video zeigt, macht er ihr damit mehr Angst, als sie erwartet hatte.

meine Meinung

Auf diesen knappen 140 Seiten gibt Antje Szillat alles, was nur geht. Mit kurzen, gut zu lesenden klaren Sätzen zeigt sie dem Leser, wie "nackt" und offen man sich im Internet darstellen kann, sodass es jeder lesen kann. Diese Informationen sind kaum mehr zu beseitigen, geschriebene Dummheiten für alle Zeiten zu lesen. Bilder, Videos, einfach alles. Das ist jungen Menschen wie Alice nicht klar, wenn sie bei SchülerVZ, bei ICQ, bei Facebook mit ihren Freunden Nachrichten verschicken, zu verlockend ist einfach die Möglichkeit, mal schnell etwas zu schreiben. Und diese Freunde, weiß man da immer, wer das wirklich ist? Manche haben keine Ahnung, wieviele Freundschaften Fakes sind, sich als jemand ganz anderer ausgeben. Und auch eine Mailadresse ist schnell eingerichtet, ohne kund zu tun, wer wirklich dahinter steckt.

In diesem Buch geht es spannend zur Sache, ich hatte wirklich Gänsehaut, aber auch das erste Verliebt sein kommt nicht zu kurz.
Es gibt einem sehr zu denken, gerade wenn man wie ich auch selbst Kinder hat, die mit dem Internet aufwachsen und täglich damit umgehen. Nicht nur zu hause, auch schon in der Schule.
Alice hat Angst und das zu Recht. Sie wird gestalkt, und weiß nicht, von wem. Ich möchte nicht, dass meinen Kindern so etwas geschieht, und ich kann nur hoffen, dass ich mit ihnen einen gesunden Umgang des Internets betreibe und ihnen klar machen konnte und kann, mit persönlichen Daten nicht hausieren zu gehen. Dieses Buch ist auch als Lektüre für Schulen gedacht, und ich hoffe, dass viele Schulen diese Möglichkeit nutzen.

Unterm Strich
Spannend und informativ, zügig zu lesen, und das Ganze auf schnellen 144 Seiten, ingesamt sehr gelungen. Meine Tochter hat schon mit dem Lesen begonnen, also: Was will ich mehr? Dafür vergebe ich gerne 6 Sternthaler.

Die Autorin
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