Montag, 4. Juli 2016

ich bin noch da...

Hallo Ihr Lieben,

ihr müßt euch keine Sorgen machen, ich bin noch da und ich werde auch weiter bloggen. Ich brauchte nur mal eine Auszeit... Ich habe jetzt zwei Monate kein Buch gelesene, ehrlich, nicht mal in der Hand gehabt.... ich wollte es nicht glauben, aber ist so.
Aber jetzt möchte ich wieder. Lesen. Und bloggen.
Also bis demnächst Ihr Lieben. Und vielen Dank für die Geduldigen unter Euch.

Liebe Grüße, Eure Petra


Mittwoch, 16. März 2016

"Kinder, Koks und Limonade" von Alice Golding

Alice Golding
307 Seiten auf meinem Tolino
ISBN 9783739340425
Verlag
Preis: 0,99€ zur Zeit, sonst 3,99€
Ebook
erschienen 03/ 2016


Es ist einfach nicht zum Aushalten. Seitdem Katrin wegen ihrer problematischen Schwangerschaft das Krankenhausbett hüten muss, geht daheim alles drunter und drüber.
Als ob Christoph nicht schon genug Wirbel an seinem Arbeitsplatz in der Bank hat, wo sich gerade eventuelle Personalreduzierungen abzeichnen, nein, er bekommt auch einfach keine gescheite Kinderfrau für seine Töchter Lotta, Josefine und Sophie. Offensichtlich hat er nur noch eine einzige Möglichkeit: Seine Mutter Rosalinde muss her, aber Katrin darf auf keinen Fall davon erfahren. Die beiden sind sich überhaupt nicht grün und noch mehr Stress kann  Christoph jetzt wirklich nicht gebrauchen. Hoffentlich geht das gut.

Meine Meinung

Eine Geschichte, die fast aus dem wahren Leben sein könnte. Mit viel Witz, aber auch Charme schreibt die Autorin über Familie Bender, bei denen eine 4. Schwangerschaft und deren auftretende Probleme viel Chaos mit sich bringen. Sie könnten auch meine Nachbarn von gegenüber sein, nichts überkandideltes einfach liebevoll und unkompliziert mit den üblichen Sorgen wie erste Teenagerliebe, volle Wäschekörbe und Moos im Rasen.
Wenn da nur nicht die Oma Rosi wäre. Ich finde sie extrem spießig, alles muss seine Ordnung haben, Spielzeug gehört in's Kinderzimmer, Trivialliteratur in die hintere Reihe, die guten Klassiker nach vorn und die Handcreme nicht in die Küche. Kaum zu Kompromissen bereit, hat sie eh wenig Kontakte und zu Kindern schon garnicht. Ab und zu möchte man sie mal schütteln, damit ihre Naivität von ihr abfällt.
Aber es gibt da etwas, das sie locker werden lässt: Diese spritzige und erfrischende Limonade aus Christophs Keller. Wenn sie die trinkt, geht ihr alles viel leichter von der Hand.
Ich kann nur hoffen, dass Alice Golding solch ein Oma-Exemplar nicht in ihrer Familie vorzuweisen hat.
Wie das oft so ist, kommt ein Unglück selten allein. Christoph, der als Teamleiter in der Bank tätig ist, tritt eigentlich als solide Person auf, es wird ihm nur gerade einfach alles etwas zu viel. Klar, dass es da Kollegen gibt, die sich gern für ihn in die Bresche stürzen, natürlich nicht ohne Hintergedanken.
Und Suchtprobleme eines anderen Kollegen werfen immer mehr Ungereimtheiten auf, die auch den Teamleiter nicht besonders gut dastehen lassen.
So springt die Geschichte mal hier und mal da hin, Generationsprobleme treffen sich mit Spielsucht, und es spielen sich einige Dramen ab. Aber es gibt auf jeden Fall auch erfrischende, witzige Situationen, die mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht haben.

Locker und leicht geschrieben, witzig und "spritzig" wie die "Limonade", ein bisschen kriminalistisch und auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz, sogar Oma Rosi öffnet ihr Herz.

Nur das Ende war für meinen Geschmack etwas zu sehr im Telegrammstil, aber nun gut, irgendwann muss jede Geschichte mal ihr Ende haben.

Unterm Strich

Wer entspannte Unterhaltung sucht, wird hier enttäuscht, den entspannt geht es bei Benders keinesfalls zu. Aber Unterhaltung und Spaß, die sind Euch gewiss. Ansonsten trinkt doch einfach ein Glas "Limonade" dazu...

Die Autorin
Alice Golding wurde an einem Samstagnachmittag im Jahr 2008 beim Keller-Aufräumen von der Idee zu einer Geschichte überfallen. Seither hat sie sechs Romane und etliche Kurzgeschichten veröffentlicht.Das Schreiben ist zu einer Sucht geworden, von der sie nie wieder loskommen möchte.Sie lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in der Nähe von Frankfurt am Mai
Quelle:Alice Golding Autorenseite

Vielen Dank an Alice Golding, die mir dieses Ebook zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 2. März 2016

Gesammelte Schätze und Zitate im Februar 2016

Hallo Ihr Lieben,

wie sieht es aus? Habt Ihr viele Schätze ausgraben können? Während der Januar bei mir ja ein wahres Füllhorn an Schätzen ergab, war der Februar sehr zurückhaltend, aber leer geblieben ist das Kästchen trotzdem nicht.

Kathrin sammelt sie in der großen Schatztruhe und nun kommen auch meine dazu.

"Panthersommernächte" von Bettina Belitz
erschienen 02/ 2016 im Loewe-Verlag
Seite 130
„Unsere Berührung dauerte nur eine Millisekunde, eine Sternschnuppe innerhalb von Äonen, doch sie war meine kleine Ewigkeit, dich mich von nun an auf immer begleiten würde.”
Seite 157
„Hier geschah gerade so etwas wie ein Wunder, als wäre ich in ein Märchen gefallen, das all die Jahre auf mich gewartet hatte. Nur deshalb war es noch nicht geschrieben worden.”

Klein, aber fein, wie ich finde.

Und nun wünsche ich uns allen einen schönen März, besonders auf den Tag auf der Buchmesse freue ich mich sehr.

Liebe Grüße, Eure Petra

Freitag, 19. Februar 2016

"Panthersommernächte" von Bettina Belitz

Loewe-Verlag
294 Seiten auf meinem Tolino
ISBN 9783732004751
Loewe-Verlag
Preis: 12,99€ Ebook
Preis: 17,95€ Printausgabe
Ebook
erschienen 02/ 2016


So hatte Nina sich das eigentlich nicht vorgestellt. Es war doch eben noch alles in Ordnung und jetzt ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Wegen dieses blöden Artikels in ihrer Schülerzeitung hat man sie als Teamleiterin und Chefredakteurin abgesägt, ihr Sponsor Schröter, der sich um ihr Training als Eiskunstläuferin kümmert, droht mit Wegfall seiner Werbeanzeigen. Und zu allem Überfluss wurde nun in ihrem kleinen Heimatörtchen Bornhausen auch noch ein Panther gesichtet, der alle Bewohner in Angst und Schrecken versetzt bis auf Nina, die irgendwie einen besonderen Draht zu diesem geheimnisvollen Raubtier entwickelt.
Als jedoch die Jäger des Ortes auf Pantherjagd gehen wollen, kann die 14-jährige nicht einfach tatenlos zusehen, wie ihr "Spirit", so nennt sie ihn, abgeknallt werden soll.

Meine Meinung

Schon das Cover finde ich sehr ansprechend, nichts mit Vampiren oder Werwölfen und doch mystisch.
Die Geschichte handelt in Deutschland in einem kleinen Ort namens Bornhausen. Vielleicht meint die Autorin damit tatsächlich einen Ort am südlichen Harzrand, in der Nähe von Seesen. Zumindest gibt es dort viel Wald, damit dieser Panther sich dort verbergen könnte.
Genau um diesen Panther geht es. Er und die 14-jährige Nina sind auf eine besondere Art miteinander verbunden. Sie kommunizieren miteinander, sind miteinander vertraut. Doch diese Vertrautheit ist gefährlich, denn Nina will ihn beschützen, nicht nur vor den Jägern, auch ihre Eltern würden das nie verstehen, und das bereitet Nina große Probleme. Klar, erkläre mal deinen Eltern, was ein Panther in oder unter deinem Bett zu suchen hat.
Während dieser Beziehung hatte ich das Gefühl, dass Nina über sich selbst hinauswächst. Ist sie zu Beginn des Buches zwar ehrgeizig, aber klein und insich gekehrt, kommt sie im Verlauf der Geschichte aus sich heraus. Rein optisch stellte ich mir Nina anfangs blass und farblos vor, mehr so die Streberin, als Chefredakteurin ihrer Schülerzeitung, Schulsprecherin, die sich die Sorgen der anderen anhört und mit den Lehrern vermittelt, zuhause die brave Tochter und beim Training nur auf sich konzentriert. Eigentlich fehlen nur noch das Kostüm und die Pumps.
Aber je weiter ich im Buch las, umso offener und lockerer wurde Nina. Sie ist nicht länger das Mauerblümchen und stellt sich einigen Herausforderungen, die nicht nur mit dem Panther zu tun haben.
Bis jetzt hatte sie auch mit Jungs nicht sonderlich viel am Hut, sie schwärmt zwar für Cedric, aber der hat eine Freundin. Doch im Verlauf, mehr aus einer Notlüge heraus, gibt es Anbahnungen zu einem Jungen, der ihr eigentlich nie in den Sinn gekommen wäre. So wie Nina ein Geheimnis hütet, hat auch dieser junge Mann etwas zu verbergen, das die beiden mehr und mehr verbindet.
So mag ich ein Jugendbuch, Liebe, Geheimnisse, ein wenig mystisch und fantasievoll.
Selbst ich als fast 50-jährige konnte mich kaum von diesem Buch lösen und ich habe bis spät in die Nacht gelesen und mich fast wieder selbst als 14-jährige gefühlt und mitgefiebert. Es ist so ein Buch, das zumindest mich die Zeit vergessen ließ.
Der Schreibstil ist unkompliziert und flüssig zu lesen, für Jugendliche auf jeden Fall geeignet.

Unterm Strich

Nicht nur optisch ein Vergnügen, die Geschichte um Nina und Spirit hat mich gefesselt und begeistert.

Die Autorin
Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren.
Quelle: Loewe Autorenseite

Vielen Dank an den Loewe-Verlag für dieses Leseexemplar.

Samstag, 13. Februar 2016

"Ein Sommer ohne uns" von Sabine Both

Loewe-Verlag
152 Seiten auf meinem Tolino
ISBN 9783732004195
Loewe-Verlag
Preis: 8,99€/ Ebook
Preis: 12,95€/ Printausgabe
Ebook
erschienen 02/ 2016


Verena und Tom sind unzertrennlich, sie kennen sich schon seit früher Kindheit, und seit mittlerweile 5 Jahren sind sie ein Paar. Jetzt stecken sie mitten im Abistreß, und nach dem Abi wollen sie in ihre erste gemeinsame Wohnung nach Marburg ziehen, um dort zu studieren. Doch seit einiger Zeit ist etwas anders. Verena denkt immer wieder darüber nach, wie es wohl mit einem anderen Mann wäre. Verpasst sie etwas, wenn sie immer nur mit Tom zusammen bleibt? Tom geht es ähnlich, der sich ständig vorstellt, wie es wohl wäre, mit Isabelle zu schlafen, die eine Freundin von Rollo ist. Sie ist so ganz anders als seine Verena. Schließlich beschließen die beiden, sich eine Auszeit voneinander zu nehmen, ohne dem anderen später etwas vorzuwerfen.

Meine Meinung

Als ich das Cover sah, musste ich ich gleich an meine Mädchenzeit denken, denn so sahen damals die Cover meiner Bücher in den 70ern oft aus. Wenn ich dieses Buch jetzt einer 13-jährigen geben würde, bin ich mir nicht sicher, ob das die richtige Zielgruppe ist. Ich würde mich eher für 15-16-jährige entscheiden.
Warum das so wäre? Es geht hier um eine Beziehung, mit allem Drum und Dran, nicht das kindliche Gehabe mit Knutschen und Fummeln. Die erste Liebe sollte mit viel Gefühl einhergehen, dass sich einem der Kopf dreht und die Schmetterlinge den Ausgang nicht finden.
In diesem Buch sind die Hauptprotagonisten schon über diesen Abschnitt hinweg. Sie denken gerade eher, mal etwas anderes auszuprobieren, Sex mit einem anderen Partner, eben die oben erwähnte Auszeit. Also mal ehrlich, so etwas geht doch garantiert zu 80 % schief. Und das soll was für Jugendliche ab 13 sein? Noch dazu kommt der Schreibstil, der mir so überhaupt nicht zusagt. Kurze, abgehackte Sätze, manchmal nur aus 2-3 Worten bestehend, eigentlich mehr Gedankensprünge. Es geht um die Liebe in diesem Buch, um Gefühle. Und doch finde ich es emotionslos, schon beinah sachlich und unpersönlich. Kurz gesagt, es spricht mich einfach nicht an.

Unterm Strich

Schade, ich hatte mir das anders erhofft und ich bin ehrlich, aber das Buch würde ich auch nicht meiner 15-jährigen Tochter empfehlen.

Die Autorin
Bestsellerautorin Sabine Both lebt mit ihren Kindern in der Nähe von Neuss. Mit dem Schreiben von berührenden Romanen hat sie ihren absoluten Traumjob gefunden. Unter dem Pseudonym Franziska Moll erschienen bereits „Was ich dich träumen lasse“ und „Egal wohin“. Auch in ihrem neuen Band geht es um die Spielarten der Liebe und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.
Quelle: Loewe-Verlag Autorenseite

Vielen Dank an den Loewe-Verlag für dieses Leseexemplar.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...